Ultraleichte Isomatten im Vergleich
Ich habe aktuelle Ultraleicht-Isomatten recherchiert, verglichen und vorhandene Tests ausgewertet. Damit findest du schnell die Matte, die zu dir und deiner Tour passt.
Meine Empfehlungen auf einen Blick
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Worauf du beim Kauf achten musst
Vier Dinge entscheiden.
- R-Wert. Er beschreibt, wie stark die Matte den Wärmefluss von dir in den Boden bremst. Unter 3 reicht für warme Sommernächte. Von 3 bis 6 kommst du durch Frühjahr, Sommer und Herbst. Wer bei Frost draußen schläft, sollte einen R-Wert über 6 wählen. Vergleichbar sind die Zahlen nur mit der Prüfnorm ASTM F3340.
- Dicke. Rückenschläfer kommen oft mit fünf Zentimetern aus. Seitenschläfer brauchen meist sieben bis neun, sonst drücken Schulter und Hüfte durch.
- Gewicht. Je leichter die Matte, desto dünner ihr Außenmaterial. Sehr leichte Modelle gehören ins Zelt und nicht auf blanken Boden. Wer die leichteste Isomatte sucht, landet schnell bei Kurzmatten.
- Bauart. Aufblasbare Matten liegen höher und lassen sich kompakter verpacken. Schaumstoffmatten sind dagegen so gut wie unverwüstlich.
Die ausführliche Erklärung findest du im Ratgeber zur ultraleichten Isomatte.
Alle Modelle im Überblick
Tippe auf eine Spaltenüberschrift, um zu sortieren.
| Modell | Bauart | R-Wert | Gewicht | Dicke | Packmaß |
|---|---|---|---|---|---|
| Nemo Tensor Elite*Details ansehen | aufblasbar | 2,4 | 240 g | 7,6 cm | 14 × 8 cm |
| SIMOND MT500 Air*Details ansehen | aufblasbar | 1,5 | 495 g | 5 cm | 10 × 22 cm |
| SIMOND MT500 Air isoliert*Details ansehen | aufblasbar | 3,3 | 615 g | 5 cm | 12 × 30 cm |
| Big Agnes Zoom UL Insulated*Details ansehen | aufblasbar | 4,3 | 397 g | 9 cm | 20 × 10 cm |
| Therm-a-Rest NeoAir XLite NXT*Details ansehen | aufblasbar | 4,5 | 370 g | 7,6 cm | 23 × 10 cm |
| Rab Ultrasphere 5Details ansehen | aufblasbar | 5,5 | 345 g | 8 cm | 15 × 9 cm |
| Naturehike TuYe R5.8*Details ansehen | aufblasbar | 5,81 | 500 g | 8 cm | 18 × 10 cm |
| Exped Ultra 6.5R MummyDetails ansehen | aufblasbar | 6,9 | 360 g | 9 cm | 21 × 10,5 cm |
| Therm-a-Rest NeoAir XTherm NXT*Details ansehen | aufblasbar | 7,3 | 440 g | 7,6 cm | 23 × 11 cm |
| Nemo Tensor Extreme Conditions*Details ansehen | aufblasbar | 8,5 | 472 g | 8,9 cm | 25,5 × 11 cm |
| Therm-a-Rest NeoAir XLite NXT Regular Short*Details ansehen | Kurzmatte | 4,5 | 326 g | 7,6 cm | 23 × 10 cm |
| Nemo Tensor Elite Short Mummy*Details ansehen | Kurzmatte | 2,4 | 215 g2 | 7,6 cm | 14 × 7 cm |
| Nemo Switchback Short*Details ansehen | Kurzmatte | 2,0 | 300 g | 2,3 cm | 51 × 13 × 10,75 cm |
| SIMOND MT500 Schaumstoff-Isomatte*Details ansehen | Schaumstoff | 2,1 | 370 g | 2 cm | 55 × 15 × 14 cm |
| Therm-a-Rest Z Lite SOL*Details ansehen | Schaumstoff | 2,0 | 410 g | 2 cm | 51 × 13 × 14 cm |
| Nemo Switchback*Details ansehen | Schaumstoff | 2,0 | 415 g | 2,3 cm | 51 × 13 × 14 cm |
Alle Angaben sind Herstellerwerte für die Standardgröße des jeweiligen Modells. Die genauen Maße und die weiteren erhältlichen Größen stehen bei jedem Produkt weiter unten.
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1 Der R-Wert der Naturehike ist von SGS geprüft, aber ohne Angabe der Norm. Er ist damit nicht sicher mit den übrigen Werten nach ASTM F3340 vergleichbar.
2 Nemo weist für die Short Mummy kein eigenes Gewicht aus. Die 215 Gramm ergeben sich aus dem Gewicht der Regular und der von einem Test genannten Ersparnis von rund 25 Gramm.
Für den Sommer
Unter einem R-Wert von 3 reicht die Isolierung für Nächte über etwa fünf Grad. Wer im Frühjahr oder Herbst unterwegs ist, findet die passenden Matten im nächsten Abschnitt.
Nemo Tensor Elite
Sie wiegt 240 Gramm bei voller Länge von 183 Zentimetern. Zusammengepackt misst sie etwa einen Liter und passt in jede Seitentasche.
Das dünne 10D-Außenmaterial ist der Preis dafür. Die Matte gehört ins Zelt und nicht auf blanken Boden. Dazu kommt ein sehr rutschiger Oberstoff, auf schrägem Untergrund wandert sie unter dir weg.
- Die Kammern verteilen den Druck und sacken nicht bis zum Boden durch
- Reparaturset und Pumpsack liegen bei
- Das 10D-Außenmaterial ist dünner als bei den meisten Matten und entsprechend empfindlich
- Mit R 2,4 reicht sie nicht für Nächte Richtung Gefrierpunkt
- Die Mumienform läuft zum Fußende schmal zu
Für wen? Für Sommertouren und schnelle Unternehmungen, bei denen jedes Gramm zählt.
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SIMOND MT500 Air
Die MT500 Air kommt ohne Isolierung aus. Der R-Wert bleibt deshalb bei 1,5. Decathlon führt sie selbst als Ein-Saison-Matte für Nächte über acht Grad.
Das Hauptgewebe besteht aus TPU und Polyester. Aufgeblasen wird sie mit dem Mund.
- Rutschfeste Silikonstellen halten den Schlafsack an seinem Platz
- Doppelventil mit Rückhaltesystem, die Luft entweicht zwischen den Atemzügen nicht
- Mit R 1,5 nur für warme Nächte gedacht
- Fünf Zentimeter Dicke sind für Seitenschläfer eher knapp
- 495 Gramm sind viel für einen R-Wert von 1,5
Für wen? Für Sommertouren, bei denen es nachts nicht unter acht Grad geht.
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Für drei Jahreszeiten
Diese Matten decken Frühjahr, Sommer und Herbst ab. Sie reichen von milden Nächten bis nah an den Gefrierpunkt. Sortiert nach Wärmeleistung, von der niedrigsten zur höchsten.
SIMOND MT500 Air isoliert
Eine isolierte Matte für drei Jahreszeiten. Ein R-Wert von 3,3 deckt Frühjahr bis Herbst ab, an kalten Nächten nahe null wird es damit allerdings knapp.
Aufgeblasen wird sie über ein Doppelventil. Zusammengepackt misst sie 12 mal 30 Zentimeter, das sind 3,4 Liter.
- Die Transporthülle dient zugleich als Pumpsack
- Rutschfeste Silikonstellen halten den Schlafsack an seinem Platz
- Mit 615 Gramm schwer für eine aufblasbare Matte
- Fünf Zentimeter Dicke sind für Seitenschläfer eher knapp
- Für Nächte unter null Grad reicht der R-Wert nicht
Für wen? Für Frühjahr bis Herbst, wenn die Matte vor allem zuverlässig ihren Zweck erfüllen soll.
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Big Agnes Zoom UL Insulated
Neun Zentimeter Liegehöhe sind hier das Argument. Seitenschläfer setzen mit Hüfte und Schulter viel Gewicht auf wenig Fläche, und flache Matten geben an diesen Stellen bis zum Boden nach.
Die Luftkammern am Rand sind höher gezogen als die in der Mitte. Dadurch entsteht eine flache Mulde, die dich im Schlaf in der Mitte hält. Aufgeblasen bleibt die Matte dabei leise.
- Höhere Randkammern halten dich in der Mitte der Matte
- Für Seiten- und Rückenlage geeignet, der Fülldruck lässt sich fein einstellen
- Aufgeblasen praktisch geräuschlos
- Nur ein Ventil, ein getrenntes Ablassventil fehlt
- Mit R 4,3 nicht für Nächte unter null Grad gedacht
- Die Liegehöhe geht zulasten des Packvolumens
- Big Agnes nennt zur Prüfung kein Normverfahren
Für wen? Für Seitenschläfer, die auf einer dünnen Matte nicht zur Ruhe kommen.
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Therm-a-Rest NeoAir XLite NXT
Der R-Wert von 4,5 ist nach ASTM F3340 ausgewiesen. Damit lässt er sich direkt mit den übrigen Werten auf dieser Seite vergleichen, was längst nicht bei jeder Matte geht.
Der größte Kritikpunkt der Vorgänger war das Rascheln. Die NXT-Generation ist hörbar leiser geworden. Ganz still ist sie nicht.
- Vier Größen inklusive Kurzversion
- 370 Gramm bei einem R-Wert von 4,5
- Ein Restrascheln bleibt, für sehr leichte Schläfer weiterhin ein Thema
- Das 30D-Außenmaterial ist dünner als bei robusteren Matten
- Mit R 4,5 für echte Wintertouren zu wenig
Für wen? Für alle, die eine Matte für die ganze Saison suchen und dabei weder beim Gewicht noch beim Komfort Abstriche machen wollen.
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Rab Ultrasphere 5
Das Packmaß sticht bei dieser Matte heraus. Zusammengerollt misst sie 15 mal 9 Zentimeter und passt in jede Seitentasche.
Beim R-Wert ist Vorsicht angebracht. Rab nennt 5,5, aber keine Prüfnorm. Eine unabhängige Messung kam auf einen niedrigeren Wert, und im Einsatz wurde es bei leichtem Frost knapp. Plane sie eher für milde Nächte ein.
- Sehr kleines Packmaß von 15 mal 9 Zentimetern
- Mit 345 Gramm sehr leicht für eine isolierte Matte
- Acht Zentimeter Liegehöhe
- Der angegebene R-Wert von 5,5 ist ohne Prüfnorm ausgewiesen und sollte mit Vorsicht betrachtet werden
Für wen? Für Touren, bei denen jeder Zentimeter im Rucksack zählt, etwa beim Bikepacking oder mit kleinem Rucksackvolumen.
Naturehike TuYe R5.8
Acht Zentimeter dick, 58 Zentimeter breit, angegebener R-Wert 5,8. Das ist viel Liegefläche und viel Wärme für eine Matte mit 500 Gramm.
Beim R-Wert nennt Naturehike ein Prüfhaus, aber keine Norm. Ohne diese Angabe lässt sich nicht sagen, ob die 5,8 auf derselben Skala liegen wie die ASTM-Werte der anderen Matten.
- Mit 58 Zentimetern großzügig geschnitten
- Acht Zentimeter Liegehöhe
- Hoher angegebener R-Wert von 5,8
- R-Wert ohne Normangabe, deshalb nicht sicher mit den übrigen Zahlen vergleichbar
- Mit 500 Gramm schwerer als die leichten Drei-Jahreszeiten-Matten
Für wen? Für den Einstieg, wenn du eine warme und breite Matte suchst.
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Für den Winter
Wintermatten beginnen bei einem R-Wert von etwa 6. Der Puffer lohnt sich, weil über die Isomatte drei- bis viermal so viel Wärme verloren geht wie über den Schlafsack. Wer auf gefrorenem Boden oder Schnee schläft, spürt eine zu dünne Matte schneller als einen zu leichten Schlafsack.
Exped Ultra 6.5R Mummy
Wintertauglich und trotzdem leicht genug für eine Ultraleicht-Packliste. Mit einem R-Wert von 6,9 bei 360 Gramm gehört sie zu den wenigen Matten, die beides verbinden.
Die äußeren Luftkammern sind höher gezogen als die inneren. Du liegst dadurch in einer flachen Mulde und rutschst im Schlaf nicht zur Seite.
- Sehr gutes Verhältnis von Wärmeleistung zu Gewicht
- Wintertauglich bei einem Gewicht, das sonst Drei-Jahreszeiten-Matten haben
- Höhere Randkammern halten dich in der Mitte der Matte
- Recyceltes Material mit bluesign-Zertifizierung
- Bei den Gewichtsangaben weichen Hersteller und Handel um 20 Gramm voneinander ab
- Für Sommertouren deutlich überdimensioniert
Für wen? Für alle, die auch bei Frost draußen schlafen und trotzdem auf jedes Gramm achten.
Therm-a-Rest NeoAir XTherm NXT
Mit einem R-Wert von 7,3 ist die XTherm NXT auf Frost ausgelegt. Unten sitzt ein 70D-Gewebe, oben ein dünneres 30D. Das ist mehr Material, als ultraleichte Matten üblicherweise tragen.
Die Kammern liegen quer. Das ergibt eine feste Auflage, weicher liegt es sich auf Matten mit senkrechten Kammern. Im Liegen ist sie leiser geworden als die Vorgängergeneration.
- Unempfindlicher gegen rauen Untergrund als sehr dünne Gewebe
- Der Pumpsack lässt sich zusätzlich als Packsack nutzen
- In drei Größen erhältlich
- Für drei Jahreszeiten mehr Wärme als nötig
Für wen? Für Wintertouren, bei denen die Matte auch mal auf gefrorenem Geröll oder Schotter liegt.
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Nemo Tensor Extreme Conditions
Vier Lagen Reflexionsfolie im Inneren bringen einen R-Wert von 8,5. Damit deckt sie auch Nächte deutlich unter dem Gefrierpunkt ab, etwa auf Schnee oder im Hochgebirge.
Die Kammern sind als Rahmen geformt statt als Schläuche. Dein Gewicht verteilt sich dadurch gleichmäßig und du rutschst nicht zur Seite. Mit 8,9 Zentimetern liegst du dabei hoch.
- Die Kammerkonstruktion hält dich in der Mitte der Matte
- Seitenschläfer setzen mit der Hüfte nicht durch
- 40D-Unterseite und 20D-Oberseite, beide bluesign-zertifiziert
- Mit 472 Gramm schwer für eine Ultraleicht-Packliste
- Für alles außer Winter überdimensioniert
Für wen? Für echte Wintertouren mit Schnee, wenn Wärme wichtiger ist als das letzte Gramm.
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Kurzmatten
Eine Kurzmatte endet an den Waden oder Knien. Die Beine legst du auf den Rucksack oder auf zusammengelegte Kleidung. Bei den aufblasbaren Modellen sparst du damit 25 bis 45 Gramm, bei Schaumstoff deutlich mehr, weil ganze Segmente wegfallen. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie ruhig du schläfst.
Therm-a-Rest NeoAir XLite NXT Regular Short
Die Kurzversion der XLite NXT misst 168 Zentimeter und wiegt 326 Gramm. Gegenüber der vollen Länge sparst du 44 Gramm, sonst ändert sich nichts.
R-Wert, Dicke und Aufbau sind identisch mit der Regular. Du gibst also keine Wärme auf, nur Liegefläche für die Unterschenkel.
- 44 Gramm leichter als die Regular
- R-Wert 4,5 wie bei der vollen Länge
- Deutlich leiser als die Vorgängergeneration
- Mit 168 Zentimetern endet sie für die meisten an den Waden
- Das 30D-Außenmaterial ist dünner als bei robusteren Matten
- Ein Restrascheln bleibt, für sehr leichte Schläfer weiterhin ein Thema
Für wen? Für alle, die die XLite mögen, aber die letzten Zentimeter Liegefläche nicht brauchen.
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Nemo Tensor Elite Short Mummy
Die Kurzversion der Tensor Elite wiegt 215 Gramm und misst 160 Zentimeter. Gegenüber der Regular sparst du rund 25 Gramm.
Die Einschränkungen der vollen Länge gelten unverändert. Das 10D-Außenmaterial gehört ins Zelt, und der Oberstoff ist sehr rutschig.
- Mit 215 Gramm sehr leicht für eine aufblasbare Matte
- Rund 25 Gramm leichter als die Regular
- Packmaß von rund einem Liter
- Die Kammern verteilen den Druck und sacken nicht bis zum Boden durch
- Mit R 2,4 reicht sie nicht für Nächte Richtung Gefrierpunkt
- Das 10D-Außenmaterial ist dünner als bei den meisten Matten und entsprechend empfindlich
- Sehr rutschiger Oberstoff, auf schrägem Untergrund wandert sie
- Mit 160 Zentimetern endet sie für die meisten unterhalb der Knie
Für wen? Für Sommertouren, bei denen wirklich jedes Gramm zählt.
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Nemo Switchback Short
Die Kurzversion der Switchback misst 130 Zentimeter und wiegt 300 Gramm. Sie ist 115 Gramm leichter als die volle Länge, weil ganze Segmente entfallen.
Zusammengefaltet ist sie 51 Zentimeter lang. Dafür sind es nur 2,3 Zentimeter Auflage, und mit R 2,0 dämmt sie entsprechend wenig.
- 2,3 Zentimeter Auflage, etwas mehr als bei flachen Schaumstoffmatten
- Faltbar in Segmenten, damit auch als Sitzunterlage nutzbar
- Mit R 2,0 nur für warme Nächte, allein reicht sie selten
- Meist hängt sie außen am Gepäck
- Mit 130 Zentimetern endet sie etwa an den Knien
Für wen? Für alle, die kein Loch riskieren wollen, und als Unterlage unter einer dünnen aufblasbaren Matte.
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Schaumstoffmatten
Schaumstoff kann nicht platzen. Kein Ventil, kein Pumpsack und keine Flicken. Ausgelegt ist die Matte in Sekunden. Der Preis dafür ist die Liegehöhe. Zwei Zentimeter fühlen sich anders an als acht. Dazu kommt das Volumen. Gefaltet ist so eine Matte sperrig, deshalb hängt sie meist außen am Gepäck. Du kannst sie aber auch an die Innenwand des Rucksacks legen, wo sie ihn zugleich versteift.
SIMOND MT500 Schaumstoff-Isomatte
Der R-Wert von 2,1 liegt leicht über dem, was Schaumstoffmatten sonst erreichen. Für warme Nächte reicht das, für Frost nicht.
Gefaltet misst sie 55 mal 15 mal 14 Zentimeter, das sind 11,5 Liter. Sie hängt deshalb meist außen am Gepäck.
- Mit 55 Zentimetern breiter als die üblichen 51
- 370 Gramm bei voller Länge
- Auch in 195 × 55 cm erhältlich
- Zwei Zentimeter Auflage reichen Seitenschläfern selten aus
- Die Härte lässt sich nicht anpassen, anders als bei einer aufblasbaren Matte
Für wen? Für alle, denen Verlässlichkeit wichtiger ist als Liegekomfort.
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Therm-a-Rest Z Lite SOL
Ein Klassiker, den es seit Jahren unverändert gibt. Die Ziehharmonika-Faltung ist in Sekunden auf- und wieder zugeklappt.
Zwei Zentimeter Auflage sind wenig. Auf dem Rücken geht das, auf der Seite spürst du den Boden. Viele nehmen sie deshalb zusätzlich unter einer aufblasbaren Matte mit, das erhöht die Isolierung.
- ThermaCapture-Beschichtung reflektiert Körperwärme zurück
- In Sekunden ausgelegt, auch für Pausen unterwegs
- Einzelne Segmente lassen sich abschneiden, das spart weiter Gewicht
- Auch als Kurzversion mit 290 Gramm erhältlich
- Für Seitenschläfer unbequem
- Sperrig, meist hängt sie außen am Gepäck
- Nur in einer Breite erhältlich
Für wen? Für Rückenschläfer und als zweite Lage unter einer aufblasbaren Matte.
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Nemo Switchback
Mit 2,3 Zentimetern ist sie etwas dicker als eine flache Schaumstoffmatte. Die Oberseite ist in Noppen geprägt, die Luft einschließen, darüber liegt eine wärmereflektierende Folie.
Zusammengefaltet ist sie sperrig. Die meisten hängen sie außen ans Gepäck, sie passt aber auch an die Innenwand des Rucksacks und versteift ihn dort.
- 2,3 Zentimeter Auflage, etwas mehr als bei flachen Schaumstoffmatten
- Geprägte Noppen mit wärmereflektierender Folie
- Auch in einer Kurzversion erhältlich
- Mit R 2,0 nur für warme Nächte gedacht
- Sperrig, meist hängt sie außen am Gepäck
- Nur in einer Breite erhältlich
Für wen? Für alle, die etwas mehr Auflage wollen als eine flache Schaumstoffmatte bietet.
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Aufblasbar oder Schaumstoff, was passt zu dir?
Zwei Fragen führen zur Antwort. Willst du besser schlafen oder willst du dir keine Sorgen machen?
Nimm eine aufblasbare Matte, wenn du auf der Seite schläfst, wenn deine Touren länger als ein paar Nächte dauern oder wenn dir das Packmaß wichtig ist. Fünf bis neun Zentimeter Luft unter der Hüfte sind durch nichts zu ersetzen, und zusammengerollt passt so eine Matte in eine Seitentasche.
Nimm Schaumstoff, wenn Verlässlichkeit vorgeht. Sie kann nicht platzen, braucht kein Ventil und liegt in Sekunden am Platz. Dafür sind es nur gut zwei Zentimeter Auflage, und gefaltet wandert sie außen ans Gepäck.
Beides zusammen geht ebenfalls, die R-Werte addieren sich. Rechne dabei ehrlich nach. Eine Schaumstoffmatte unter einer Drei-Jahreszeiten-Matte kommt zusammen auf rund 780 Gramm, eine einzelne Wintermatte erreicht denselben Wärmebereich mit etwa 440. Die Kombination lohnt sich also, wenn du die Schaummatte ohnehin als Sitzunterlage und als Schutz gegen spitze Steine dabeihaben willst. Als Sparlösung beim Gewicht taugt sie nicht.
Häufige Fragen
Welchen R-Wert brauche ich für Nächte unter null Grad?
Ab etwa 6 aufwärts. Bis zum Gefrierpunkt reicht ein Wert um 5. Darunter wird der Puffer wichtig, weil eine zu dünne Matte sich schneller bemerkbar macht als ein zu leichter Schlafsack. Für Nächte auf Schnee planen die meisten mit 6 oder mehr. Die passenden Modelle stehen auf dieser Seite im Abschnitt für den Winter.
Wie viel Gewicht spare ich mit einer Kurzmatte?
Bei aufblasbaren Matten 25 bis 45 Gramm. Die Matte endet dann an den Waden oder Knien, die Beine legst du auf den Rucksack oder auf zusammengelegte Kleidung. Bei Schaumstoff ist die Ersparnis größer, weil ganze Segmente wegfallen. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie ruhig du schläfst.
Woran erkenne ich, ob zwei R-Werte vergleichbar sind?
An der Prüfnorm. Steht ASTM F3340 dabei, wurde nach demselben Verfahren gemessen und die Zahlen lassen sich nebeneinander legen. Nennt ein Hersteller nur ein Prüfhaus oder gar nichts, weißt du nicht, unter welchen Bedingungen der Wert entstanden ist. Wo die Norm fehlt, steht das auf dieser Seite ausdrücklich dabei.
Wie schwer darf eine Isomatte für ultraleichtes Trekking sein?
250 bis 400 Gramm sind ein realistischer Bereich für eine vollwertige aufblasbare Matte im Ultralight-Setup. Darunter wird das Außenmaterial dünn und die Matte gehört ins Zelt statt auf blanken Boden. Deutlich schwerere Matten bieten dafür selten mehr Wärme oder Komfort. Wiege im Zweifel selbst nach, gemessene Gewichte weichen von den Herstellerangaben ab.
Lohnt sich eine breitere Matte?
Wenn du dich im Schlaf viel drehst oder breiter gebaut bist, ja. Der Standard liegt bei 51 Zentimetern und reicht für ruhige Rückenschläfer. Eine breite Variante wiegt rund 80 Gramm mehr. Dafür rutschen Ellbogen und Hüfte nicht mehr über die Kante.
Wie schütze ich eine dünne Isomatte vor Löchern?
Mit einer Unterlage. Eine dünne Schaumstoffmatte oder ein Groundsheet hält spitze Steine und Dornen ab, bei der Schaummatte addiert sich zusätzlich ihr R-Wert. Streiche den Platz vor dem Aufbau einmal mit der Hand ab und transportiere die Matte im Rucksack statt außen, wo sie an Ästen scheuert. Ein Reparaturset gehört trotzdem mit. Wie eine Reparatur abläuft, steht im Isomatten-Ratgeber.
Weitere Vergleiche
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Das beste Verhältnis von Wärme zu Gewicht
Die leichtesten Schlafsäcke mit Kunstfaserfüllung
Wie ein Quilt funktioniert, im Ratgeber
Wie ich vergleiche
Ich erspare dir Zeit und recherchiere für dich die Kennzahlen zu den für mich aktuell spannendsten Produkten am Markt.
Wenn ich ein Produkt nicht selber besitze, suche ich nach Erfahrungsberichten und lasse diese in meinen Vergleich mit einfließen.
Fällt dir ein Fehler auf, dann schreib mir kurz. Ich prüfe das nach und korrigiere die Seite.
Die Inhalte auf dieser Seite entstehen aus eigener Tour-Erfahrung und meiner Ausbildung als Outdoor- und Trekking-Guide. Ich erkläre praxisnah, was sich unterwegs bewährt hat und was deine nächste Tour etwas leichter macht.
